Theaterfahrten 2013 - Realschule Bad Königshofen

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Theaterfahrten 2013

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Theaterfahrt nach Schweinfurt




Am Mittwoch, den 15.01.2014 fand die jährliche Fahrt in das Theater Schweinfurt statt, die sowohl von Schülern als auch von Lehrern immer gut besetzt ist. Schon voller Vorfreude und Spannung auf das Stück, bei dem es sich um ,,Die Harry Belafonte Story“ handelt, trafen die meisten um 17.30 Uhr in Bad Königshofen ein, um den Beginn der Vorführung in Schweinfurt nicht zu verpassen. Auf der Fahrt dorthin stellten einige Schüler erstaunt und freudig fest, dass sie das Privileg haben werden, in den Orchestersesseln direkt vor der Bühne, das Spektakel mitverfolgen zu können.

Inhaltlich handelt das Stück von Harry Belafonte, welcher nach Jahren seinen altbewährten Club, in dem er als Jugendlicher gelegentlich jobbte, wieder betritt. Dort erzählt er Charly, dem Clubbesitzer, welcher ihn sofort erkennt, und dessen Frau Julie seine ganze Lebensgeschichte.
Von diesem Moment an ist man auch schon gefesselt und die Zeitsprünge in die Vergangenheit Belafontes machen das Stück spannend und einzigartig.

Als Sohn eines afroamerikanischen Seemanns und einer jamaikanischen Putzfrau wächst er zunächst in New York auf, bis seine Mutter nach Jamaika flieht. Dort lauscht er zum ersten Mal der Musik karibischer Fischer und findet daran sofort sehr großen Gefallen. In Jamaika wurde sozusagen seine Liebe zur Musik geweckt.
Nach einiger Zeit zieht es Harry wieder zurück nach New York, wo auch er nicht von üblen rassistischen Bemerkungen verschont bleibt.
Belafonte meldet sich trotz der Anfeindungen freiwillig beim Militär und findet nach seinem Dienst ein zweites Zuhause in der New York Library, in der er die Werke anderer Afroamerikaner studiert.
Der Schauspieler Paul Robeson ist letztlich der ausschlaggebende Grund für Belafontes Schauspiel-Studium.
Doch seine Träume als Schauspieler finden ein jähes Ende: Senator McCarthy, der sogenannte „Kommunistenfresser“, lässt Belafonte zur Anhörung vorladen. Dieser verweigert allerdings seine Aussage und kommt auf die „Black List“. Auf Grund dessen bekommt er keine Engagements mehr und beginnt in Clubs als Pausenfüller seine Karriere.
Er sagt: „Wenn ich nicht schauspielern darf, dann singe ich eben.“ Dies ist die Geburtsstunde seines musikalischen Erfolges.
Belafonte baut sich ein Songprogramm aus verschiedenen Calypso-Balladen, die er auf Jamaika kennen und lieben gelernt hat, sowie aus nord- und südamerikanischen Volksliedern auf, welches ihn über Nacht populär macht.
Sein erstes Album enthält hauptsächlich Calypso-Lieder und bricht sämtliche Rekorde.
Nach diesem Erfolg gründet er sein eigenes Platten-Label und wird der erste schwarze Platten- und Filmproduzent der USA.

Zu seinen größten Erfolgen zählen „Day-O – The banana boat Song“, der durch die Muppet-show publik gemacht wurde, „We are the World“, aber auch sein Film „Island in the Sun“, der über die Liebe zwischen einem Schwarzen und einer Weißen handelt.

Auch heute beweist Harry Belafonte noch ein großes soziales und politisches Engagement und ist als Botschafter des UNIECF tätig.

Die Handlung des Theaterstückes wurde immer wieder von den Hits Belafontes unterbrochen. Das doch eher ältere Publikum sang dabei teilweise begeistert mit, zur Freude der Platznachbarn 
Nach einer wunderbaren und ergreifenden Theateraufführung gab es zu Recht Standing Ovation, worauf eine Zugabe mit dem Hitsong „Matilda“ folgte, bei dem alle im Saal ihre Hüften schwangen!

Wie in den Jahren zuvor dürfen wir dem Förderverein danken, der aufs Neue die Kosten für die Busfahrt übernahm. Ohne Zuschläge wie diese wären kulturelle Veranstaltungen dieser Art nicht möglich. Herzlichen DANK!


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