Theaterfahrt - Realschule Bad Königshofen

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Theaterfahrt

Auch in diesem Schuljahr besuchten kulturinteressierte Neunt- und Zehntklässler das Theater in Meiningen, und zwar am Freitag, den 22.04.2016.
Richtig gelesen – tatsächlich am Wochenende!!! Und tatsächlich freiwillig!!! Das Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“, das 1941 am New Yorker Broadway Premiere feierte und zu Recht als großer Klassiker der Krimikomödie gilt, wurde dort aufgeführt.
Pünktlich um 18 Uhr startete der vom Förderverein finanzierte Bus in Bad Königshofen um überpünktlich Meiningen zu erreichen. Dort angekommen, durften die Teilnehmer selbstständig die nähere Um-gebung dieses historisch wertvollen und wirklich beeindruckenden Theaters erkunden oder das Flair einer Abendvorstellung erleben: Spüren, wie sich die Besucher im Foyer einfinden, angeregten Gesprächen lauschen, sich selbst von der heiteren Stimmung und dem festlichen Ambiente tragen lassen.
Hierbei hinterließen unsere Schüler wieder einmal einen hervorragenden Eindruck. Sowohl in optischer Hinsicht als auch wegen ihres vorbildlichen Ver-haltens kann man sie gar nicht genug loben, denn die jungen Erwachsenen fügten sich exzellent in die Abend-gesellschaft ein.
Inhaltlich geht es um Abby und Martha Brewster; sie sind zwei liebenswerte alte Damen, die ein friedliches und hilfsbereites Leben führen – davon ist zumindest ihr Neffe Mortimer überzeugt. Umso mehr ist dieser überrascht, als er im Haus seiner Kindheit einer Leiche fündig wird, denn die beiden gottesfürchtigen Tanten haben buchstäblich einige „Leichen im Keller“. Mit Holunderwein und etwas Arsen möchten sie helfen und einsame Seelen beizeiten „Gott näher bringen“.
Rührend kümmern sich Abby und Martha auch um ihren Neffen Teddy, der sich für Theodor Roosevelt hält, die Aufgaben eines Präsidenten der Vereinigten Staaten sehr ernst zu nehmen scheint und auch schon mal nachts auf der Trompete zum Angriff bläst. Ganz nebenbei ist er den Tanten auch behilflich, die Leichen verschwinden zu lassen, nämlich den „Gelbfieberopfern“ ein anständiges Begräbnis zukommen zu lassen.
Mortimer ist mehr als verzweifelt und unternimmt alles, um die unangenehme Lage zur regeln. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, gehen doch im Hause Brewster die Polizisten - schließlich werden diese auch schon mal von Abby und Martha mit Keksen versorgt – regelmäßig ein und aus. Als schließlich Mortimers lange verschollener und polizeilich gesuchter Bruder Jonathan auftaucht, droht die Situation zu eskalieren …
Interessant war die Aufführung nicht zuletzt deshalb, weil Zuschauer einmal sehen konnten, wie nah schauspielerische Glanzleistungen (in Form der beiden Hauptdarsteller) und weniger künstlerisches Vermögen (einige Nebendarsteller) zusammen liegen. Dass es bei einer Kriminalkomödie etliche Male gelacht wird und wir einen schönen Abend hatten, der mit viel Applaus endete, bestätigt uns immer wieder in unseren Bemühungen, den Schülerinnen und Schülern etwas Besonderes zu bieten.

S. Riedl

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